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11. Tag: Doksy - Ostrov (77 km)


Nach dem Morgen-Müsli fuhren wir auf Hauptstraßen nach Kravare. Die Straßen waren stark befahren und die Autos und LKWs überholten oft rücksichtslos. Einmal mussten wir uns fast in den Straßengraben retten, als ein LKW uns immer mehr von der Straße abdrängte. Er überholte uns trotz das Gegenverkehr kam. Naja, das war eine weniger tolle Erfahrung. Aber die kleineren Straßen sind dagegen oft sehr ruhig. In Kravare bogen wir rechts ab um in Tal der Ploucnice zu kommen. Zwischendurch gab es eine Mittagspause mit selbst gepfückten Äpfeln. Das Tal führte nach Decin, wo wir das erste mal Augenkontakt mit den Folgen des Elbehochwassers hatten. Bis an den Bahndamm ran hat das Wasser hier gestanden. Hätten wir jetzt den Elberadweg fahren können, wären wir in vier Stunden zu Hause gewesen. So mussten wir jedoch über den Erzgebigskamm ausweichen. Wir verließen Decin in nordwestlicher Richtung um hinter dem Sneznik herum zu fahren. Es wurde bergig und wir waren auch recht erschöpft als wir in Ostrov ankamen. Ostrov liegt im obersten Ende des Bilatals. Der Zeltplatz ist klein, sehr ruhig und an eine Gaststätte angeschlossen. Mangels Nahrungsvorräten entschlossen wir uns heute dort einzukehren. Nachmittags gabs Eisbecher und abends Goulasch oder Schweinebraten mit Knödel. Die Gaststätte heißt zu deutsch "Zum Kaiser" - gemeint ist Franz Josef. Sie ist ausgestattet mit lauter Klimbim aus der Zeit: Säbel, Bilder, Sägen, ... halt ziemlich rustikal und altmodisch. Aber die Gäste sind hauptsächlich das Junge Volk aus Ostrov. Und sie hören tschechischen Hip-Hop! Passt doch prima zusammen? Wir genossen den Abend mit Tischtennis und individuellem rumgedahle.
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