Nach dem Morgen-Müsli fuhren wir auf Hauptstraßen nach Kravare. Die Straßen waren stark befahren
und die Autos und LKWs überholten oft rücksichtslos. Einmal mussten wir uns fast in den Straßengraben
retten, als ein LKW uns immer mehr von der Straße abdrängte. Er überholte uns trotz das Gegenverkehr kam.
Naja, das war eine weniger tolle Erfahrung. Aber die kleineren Straßen sind dagegen oft sehr ruhig.
In Kravare bogen wir rechts ab um in Tal der Ploucnice zu kommen. Zwischendurch gab es eine Mittagspause mit selbst
gepfückten Äpfeln. Das Tal führte nach Decin, wo wir das erste mal Augenkontakt mit den Folgen
des Elbehochwassers hatten. Bis an den Bahndamm ran hat das Wasser hier gestanden.
Hätten wir jetzt den Elberadweg fahren können, wären wir in vier Stunden zu Hause gewesen. So
mussten wir jedoch über den Erzgebigskamm ausweichen.
Wir verließen Decin in
nordwestlicher Richtung um hinter dem Sneznik herum zu fahren. Es wurde bergig und wir waren auch recht erschöpft
als wir in Ostrov ankamen. Ostrov liegt im obersten Ende des Bilatals.
Der Zeltplatz ist klein, sehr ruhig und an eine Gaststätte angeschlossen.
Mangels Nahrungsvorräten entschlossen wir uns heute dort einzukehren. Nachmittags gabs Eisbecher und abends Goulasch
oder Schweinebraten mit Knödel. Die Gaststätte heißt zu deutsch "Zum Kaiser" - gemeint ist Franz Josef. Sie
ist ausgestattet mit lauter Klimbim aus der Zeit: Säbel, Bilder, Sägen, ... halt ziemlich rustikal und
altmodisch. Aber die Gäste sind hauptsächlich das Junge Volk aus Ostrov. Und sie hören tschechischen
Hip-Hop! Passt doch prima zusammen? Wir genossen den Abend mit Tischtennis und individuellem rumgedahle.