Einleitung
Endlich hat es geklappt. Die Idee mit der Hohen Tatra ist schon über 2 Jahre alt.
Im Sommer 2004 fanden sich immerhin 3 Leute zusammen: Matze, Joe und Mali (im Bild
von rechts nach links). Wir hatten gemeinsam geplant, dass die Tour vom 16.8.2004
bis 31.8.2004 dauert. Mit Rad hin und zurück und dann noch wandern zwischendurch
war natürlich nicht möglich. Ich rechnete mit etwa 800 km bis in die
Hohe Tatra. Also mit Rad los, dann irgendwann ankommen und Quartier suchen
(waren uns einig zum Wandern ein festes Quartier zu haben) und zurück mit
dem Zug? Andersrum ist es jedoch einfacher zu organisieren: Dann können wir
Zugfahrt und Unterkunft vorher klar machen. Also kaufte ich mit Matze vorher in
Děčín die Fahrkarten: am 16.8. Děčín - Prag und am 17.8. Prag - Poprad.
Das alles für 3 Leute und 3 Fahrräder kostet nur 66 €!
Als Unterkunft reservierten wir im Eurocamp bei Tatranská Lomnica einen Bungalow
für 6 Nächte. Besseres war nicht mehr zu bekommen.
So blieben uns nach dem Plan 9 Tage für die Rückfahrt.
Warum die Zugfahrt in 2 Tagen? Nun, wir wollten nicht in Deutschland Zug fahren,
weil es da so teuer ist und Dresden recht nah an der tschechischen Grenze liegt.
So brauchten wir also schon mal einen halben Tag um nach Děčín zu fahren.
Außerdem gibt es nur wenige Verbindungen in die Hohe Tatra, bei denen
wenig umgestiegen werden muss. Der Zug in Prag fuhr schon kurz nach 7 in aller
frühe! Eine Alternative ist der Nachtzug von Ústi nad Labem nach Poprad.
Wir wollten aber nicht so gern nachts fahren.
Ein Problemchen stellte es dar, Bergstiefel und Rucksack (was man halt zum
Wandern in der Hohen Tatra braucht) als Radfahrer mit sich herum zu schleppen.
Aber irgendwie bekamen wir alle die Stiefel unter. Es ist ja in den Stiefeln
viel Platz!
Als Kartengrundlage dienten für die Hohe Tatra eine Wanderkarte 1:25.000 und
2 Radwanderkarten 1:100.000 (vom slowakischen Verlag VKU) sowie für Tschechien
einige Seiten des Cykloataltas Česko 1:100.000 (von Shocart). Es blieb eine
Lücke von etwa 50 km die wir unterwegs stopfen wollten.
Noch kurz vor der Abfahrt stellte sich heraus, dass Matze eher wieder
zurück nach Dresden muss.
Wir machten uns erstmal nichts draus und starteten am 16.8. endlich unser
Tatra-Projekt...