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5. Tag: Auf dem Rysy



Auf dem Gipfel des Rysy (2499 m)


Blick hinab zum Morskie Oko

Heute wollten wir zum Rysy. Dieser Berg ist für den Normalwanderer das höchste, was es in der Hohen Tatra zu erreichen gibt. (Die Lomnický štít zählt nicht. Da kommt man zwar mit der Seilbahn hoch, aber es gibt keinen markierten Wanderweg.) Entsprechend groß ist natürlich der Ansturm auf den Berg. Daher wollten wir richtig zeitig los machen. Kurz vor 5 standen wir auf, fuhren mit der Bahn zur Haltestelle Popradské Pleso und wanderten schon um 8 los. Aber wir waren trotz aller Frühe nicht die einzigen. Wir liefen rastlos hinauf. Unterwegs überholten wir immer wieder Leute. Einige sahen vom Schuhwerk ziemlich unpassend aus. Es war eine regelrechte Völkerwanderung zum Rysy! Das Wetter war leider nicht mehr ganz so toll wie die letzten Tage, die Berge verhüllten sich in dichtem Nebel. Ab der Rysybaude liefen wir total in den Wolken. Schon um 11 waren wir oben (in 3 Stunden zum Gipfel!!). Zu sehen gab es nicht viel. Viele Wanderer warteten hier oben darauf, dass sich der Nebel lichtet. Wir zogen unsere Jacken drüber, packten Brot, Wurst und Käse aus und machten wenige Meter vom Gipfel entfernt Mittagspause. Und tatsächlich zeigten sich immer wieder kleine Löcher im Nebel, die den Blick hinab nach Polen zum See Morskie Oko freigaben. Wir konnten sogar bis Zakopane sehen. Schnell wurden einige Fotos gemacht. Das Gipfelfoto war auch nicht so leicht, denn an dem Stein drängelten sich die meisten Leute.
Beim Abstieg ließen wir uns wesentlich mehr Zeit. Und immer noch kamen uns viele Leute entgegen. Hinab lief jedoch kaum einer. Am Ufer des Sees Popradské Pleso machten wir eine schöne lange Pause und genossen die heute so raren Sonnenstrahlen. Wir liefen nach Štrbské Pleso, kauften Ansichtskarten und ergatterten noch Sitzplätze in der Tatrabahn. Die fuhr sogar bis Tatranská Lomnica durch. Zum Abendbrot gab es Reis mit Fisch aus der Dose und Mais.


Die Rysybaude (2250 m)


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