7. Tag: Im Regen zur Chata Plesnivec
Trotz das es regnete, zogen wir los. Wir wollten uns die Weiße Tatra ansehen.
Mit dem Bus fuhren wir nach Tatranská Kotlina. Von da aus wollten wir
in die Weiße Tatra. Ich habe inzwischen erfahren, dass es dort
eigentlich nur noch einen erlaubten Wanderweg gibt. Die Berge der Weißen
Tatra sind zu großen Teil von Bergwiesen bedeckt, die jedoch durch
Wanderer stark geschädigt wurden. Wegen des anhaltenden Regens blieben
wir im Dolina Siedmich prameňov auf dem Grünen Wanderweg.
Klatschnass erreichten wir die Chata Plesnivec. Dort stärkten wir
uns bei Kräutertee und Linsensuppe. Nach einer Stunde schlüpften
wir wieder in unsere nassen Sachen und gingen weiter.
Hier trafen wir zum ersten mal auf andere Wanderer.
Wir versuchten zum Weg in Richtung Tatranské Matliare zu kommen, was
uns auch irgendwie gelang. Dummerweise sammelte sich auf dem Wanderweg
soviel Regenwasser, dass er zu einem munteren Bergbächlein geworden
war. Wer noch trockene Füße hatte, der hüpfte von
Stein zu Stein. Matze schlurfte hingegen einfach durch das Wasser.
Der Bach in diesem Tal - der Biely potok - verwandelte sich zu einem
weiß sprudelnden Strom. Manche Brücken waren schon fast
überflutet. Weiter unten war der Weg breiter, es gab auch einige
andere Leute hier. Achso, die Berge der Weißen Tatra haben wir heute
nicht gesehen. Alles hinter dichtem Nebel.
Zum Abendbrot gingen wir in das Hotel Tatranec, nur einige Schritte vom
Eurocamp entfernt.